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Con:Fusion 2014

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Die vergangenen Tage habe ich in einer Gemeinschaft von etwa 40 Menschen südlich von Kassel am Mosenberg verbracht. Organisiert wurde dieses Treffen vom Netzwerk Emergent Deutschland, dem ich mich seit einigen Jahren verbunden fühle. Aus meiner Sicht war es ein sehr gelungenes Format. Ich stelle allerdings auch fest, dass es gar nicht so einfach ist, anderen in wenigen Worten zu beschreiben, worum es ging. Die gängigen Begriffe für Veranstaltungen außerhalb der Arbeitszeit wie „Tagung“, „Seminar“, „Urlaub“, „Fortbildung“ oder „Konferenz“ treffen es alle irgendwie nicht richtig.

Vielleicht haben wir so etwas wie eine „Kurzzeit-Kommunität“ gelebt. Mit einem gemeinsamen geistlichen Rhythmus – Walter und Peter hatten die Stundengebete aus Iona mitgebracht und ins Deutsche übertragen. Mit gemeinsamer Essensvorbereitung, gutem Essen und Trinken. Mit einem gemeinsamen Leben auf engem Raum und wenig Privatsphäre (4-Bett-Zimmer, 2 Bäder auf dem Flur). Mit kleineren Konflikten. Mit Menschen, die einem schon auf den ersten Blick sympathisch sind und solchen, für die sich ein zweiter Blick lohnt. Eine beengte Unterkunft also. Ein ungünstiger Termin. Noch nicht einmal als Fortbildung für mich zu verbuchen. Und trotzdem sehr gelungen.

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Von unMonastery zu CON:FUSION – Kommunen, aber mit Internet

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Theresia Enzensberger von den Krautreportern berichtet von einem spannenden Projekt in Matera, Süditalien. Dort haben sich Künstler, Programmierer und Aktivisten zusammengefunden, um Großes zu denken und zu planen: „Eine Gruppe von Leuten verwaltet und bewohnt ein leerstehendes Gebäude und arbeitet gleichzeitig an Projekten, die dem Wohl der Gemeinde dienen sollen – mit nichts als Code, gutem Willen und ihren eigenen Fähigkeiten.“

UnMonastery heißt das Projekt. Schon der Name weist auf das Erbe hin, auf dem die Gemeinschaft aufbaut – das Kloster. Ähnlich wie in monastischen Gemeinschaften entsteht ein Raum zum Leben und Arbeiten, in dem vieles möglich ist. Dabei ist der lokale und soziale Bezug zum direkten Umfeld im Unterschied z.B. zu Hackerspaces entscheidend wichtig. Die unMonastery sei „eine Kommune, aber mit Internet“, so der interne Witz. Transparenz, Zugänglichkeit und Dokumentation sind unhinterfragbare Werte. Die Geschichte der Bewegung wird in einem „Book of Mistakes“ als WIKI laufend festgehalten – ein sehr selbstkritischer Ansatz, der die Fallstricke, die vergleichbare Lebens- und Arbeitsgemeinschaften im Laufe der Geschichte erlebt haben, ernst nimmt.